Allgemeine Geschäftsbedingungen
«Firmenname laut Handelsregister» · Fassung vom 2026-07-31
§ 1 Geltungsbereich
- Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung „Talentwerk“ einschließlich der zugehörigen Chrome-Erweiterung zwischen «Firmenname laut Handelsregister» (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden.
- Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Verbrauchervertrag kommt nicht zustande; ein Widerrufsrecht besteht daher nicht.
- Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nur wirksam, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Leistungsgegenstand
- Der Anbieter stellt eine Webanwendung bereit, mit der der Kunde Suchanfragen in natürlicher Sprache formulieren, darauf passende Kurzprofile aus dem Kandidatenpool des Anbieters abrufen, diese maschinell gegen eine Stellenbeschreibung bewerten lassen und personalisierte Erstansprachen entwerfen kann.
- Der Versand dieser Ansprachen erfolgt nicht durch den Anbieter, sondern durch den Kunden selbst über dessen eigenen Zugang zum XING TalentManager. Die Chrome-Erweiterung unterstützt den Kunden dabei lediglich beim Ausfüllen und Absenden des jeweiligen Nachrichtendialogs.
- Der Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweils gebuchten Leistungsstufe und der Produktbeschreibung auf der Website. Der Anbieter darf die Anwendung fortentwickeln; wesentliche Funktionseinschränkungen kündigt er mit angemessener Frist an.
- Ein bestimmter Erfolg der Personalgewinnung — insbesondere eine bestimmte Antwort- oder Einstellungsquote — ist nicht geschuldet.
§ 3 Vertragsschluss und Konto
- Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Registrierung durch den Anbieter zustande. Die Darstellung der Leistungsstufen auf der Website ist kein bindendes Angebot.
- Der Kunde hat bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Änderungen unverzüglich zu aktualisieren.
- Zugangsdaten und API-Schlüssel sind vertraulich zu behandeln. Der Kunde haftet für Nutzungen über sein Konto, bis er dem Anbieter eine missbräuchliche Nutzung anzeigt.
§ 4 Guthaben (Ansprachen)
- Die Nutzung wird in Guthabeneinheiten abgerechnet. Eine Einheit entspricht einer Ansprache. Sourcing, Bewertung und Entwurf sind in der Leistungsstufe enthalten und verbrauchen kein Guthaben.
- Guthaben wird beim Einplanen einer Ansprache reserviert und mit dem bestätigten Versand endgültig verbraucht. Schlägt die Zustellung fehl, wird die Reservierung automatisch aufgelöst.
- Innerhalb eines laufenden Abonnements verfällt nicht verbrauchtes Guthaben nicht. Mit Beendigung des Vertrags verfällt verbleibendes Guthaben ersatzlos; eine Auszahlung ist ausgeschlossen.
- Zusätzlich erworbene Guthabenpakete sind Einmalleistungen ohne Laufzeitbindung.
§ 5 Preise und Zahlung
- Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer.
- Abonnements werden im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum berechnet. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe.
- Kommt der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, darf der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung und angemessener Nachfrist sperren. Bereits vorhandenes Guthaben bleibt während des Mahnlaufs nutzbar.
- Preisänderungen für laufende Abonnements kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform an. Der Kunde darf den Vertrag bis zum Wirksamwerden zum Änderungszeitpunkt kündigen.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
- Abonnements laufen einen Monat und verlängern sich jeweils um einen weiteren Monat, sofern sie nicht bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
- Die Kündigung ist jederzeit im Kundenkonto möglich; eine Kündigung in Textform genügt ebenfalls.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde nachhaltig gegen § 7 verstößt.
§ 7 Pflichten des Kunden
- Der Kunde nutzt die Anwendung ausschließlich zur Personalgewinnung im eigenen Namen oder im Auftrag seiner Mandanten.
- Der Kunde benötigt für den Versand eine eigene, gültige Lizenz des XING TalentManagers und hat die Nutzungsbedingungen der New Work SE einzuhalten, insbesondere die dort geltenden Grenzen für Nachrichten an Nicht-Kontakte. Der Anbieter ist nicht Vertragspartner der New Work SE und schuldet keine bestimmte Vereinbarkeit mit deren Bedingungen.
- Der Kunde ist für Inhalt und Rechtmäßigkeit jeder von ihm versendeten Ansprache selbst verantwortlich, einschließlich der Einhaltung des UWG, des AGG und der DSGVO. Vom Sprachmodell erzeugte Entwürfe sind vor dem Versand zu prüfen.
- Untersagt sind insbesondere: das systematische Auslesen oder Vervielfältigen des Kandidatenpools über die vorgesehene Nutzung hinaus, die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte, die Umgehung technischer Nutzungsgrenzen sowie die Nutzung für Werbung, die nicht der Personalgewinnung dient.
- Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer von ihm zu vertretenden Verletzung dieser Pflichten entstehen.
§ 8 Verfügbarkeit
- Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99 % im Monatsmittel an, gemessen am Zugang zur Webanwendung. Wartungsfenster, die mindestens 24 Stunden vorher angekündigt werden, sowie Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters — namentlich Ausfälle von XING, der eingesetzten Cloud-Dienste oder der Sprachmodell-Anbieter — bleiben unberücksichtigt.
- Eine über Absatz 1 hinausgehende Verfügbarkeitszusage besteht nicht.
§ 9 Ergebnisse der KI-Auswertung
Bewertungen, Zusammenfassungen und Nachrichtenentwürfe werden maschinell erzeugt und können unvollständig oder unzutreffend sein. Sie sind Vorschläge zur Entscheidungsunterstützung. Eine automatisierte Entscheidung im Einzelfall im Sinne des Art. 22 DSGVO findet nicht statt; die Auswahl und die Ansprache verantwortet stets der Kunde.
§ 10 Datenschutz
Verarbeitet der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten, gilt ergänzend der Auftragsverarbeitungsvertrag, der mit Vertragsschluss Bestandteil dieses Vertrags wird. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung.
§ 11 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
- Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens auf das vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlte Entgelt.
- Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Die Haftung für Datenverlust ist auf den Aufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung angefallen wäre.
§ 12 Änderungen dieser Bedingungen
Der Anbieter darf diese Bedingungen mit einer Frist von sechs Wochen in Textform ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder Leistungsumfang erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Wirkung weist der Anbieter in der Ankündigung gesondert hin. Im Fall des Widerspruchs darf jede Partei zum Wirksamkeitszeitpunkt kündigen.
§ 13 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
- Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.